Home

Willkommen an der BBS Neustadt, Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz

Anmeldung für das Schuljahr 2019/20

Die BBS Neustadt bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten!

Berufsreife in der Berufsfachschule 1

Mittlere Reife in der Berufsfachschule 2

Assistent plus Fachhochschulreife in der Höheren Berufsfachschule

Fachhochschulreife in der Berufsoberschule 1

Allgemeine und fachgebundene Hochschulreife in der Berufsoberschule 2

Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife im Beruflichen Gymnasium (Technik)

Techniker in der Fachschule

Bis 1. März 2019 aktiv werden !

Packmitteltechnologen on tour durch Deutschland, die Niederlande und Belgien

Unsere diesjährige Abschlussfahrt startete am Dienstag, 5. Februar um 7.45 Uhr am Park & Ride Parkplatz in Neustadt-Böbig. Gegen 12 Uhr trafen wir mit dem Reisebus bei Smurfit Kappa, im dortigen Jülicher Werk, ein. Nach Begrüßung, Vorstellung der Smurfit Kappa Group allgemein, der Firmengruppe Smurfit Kappa West, des Produktspektrums bzw. der Besonderheiten dieses Jülicher Werkes und einem Mittagsimbiss wurden wir in drei Gruppen durch das Werk geführt. Mit vielen Eindrücken und Informationen im Kopf setzten wir unsere Reise fort und erreichten am Abend unser Hotel in Antwerpen.

Am Mittwoch stand für die Packmitteltechnologen die politische Informationsreise nach Brüssel auf dem Programm. In Brüssel angekommen, war unsere erste Station das Parlamentarium: Über dynamische, interaktive multimediale Anzeigetafeln und mithilfe eines persönlichen Multimedia-Guides entdeckten die Azubis auf aufregend und erfrischend innovative Weise, was europäische Demokratie bedeutet. Auf unserer nächsten Station tauchten wir in die Atmosphäre des Europäischen Parlaments ein. Dort erhielten wir in einem Kurzvortrag Einblick in die Parlamentsarbeit, diskutierten, stellten viele Fragen und besichtigten im Anschluss den Plenarsaal. Nach der Mittagspause war im Haus der Europäischen Geschichte die Aufgabe „Endecke die EU in 12 Schritten – eine Zeitreise durch die europäische Geschichte“ von den Azubis zu meistern. Das Haus der europäischen Geschichte bietet die Gelegenheit die Geschichte des europäischen Kontinents aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und darüber nachzudenken, welche Bedeutung diese unterschiedlichen Einflüsse für uns heute haben. Zum Abschluss unserer politischen Informationsreise besuchten wir am Nachmittag die Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Brüssel. Nach Kaffee und belgischen Waffeln erhielten wir einen Informationsvortrag über die Arbeitsfelder der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Brüssel.

Am Donnerstag verweilten wir in der Stadt Antwerpen. Antwerpen ist eine Hafenstadt in Belgien und die Hauptstadt der Provinz Antwerpen. Die Stadt liegt im Norden Belgiens in der Region Flandern und ist mit über 500.000 Einwohnern, nach der Region Brüssel-Hauptstadt, die zweitgrößte Stadtregion in Belgien. Von großer internationaler Bedeutung ist Antwerpen durch seinen Seehafen, dem zweitgrößten Europas, sowie als weltweit wichtigstes Zentrum für die Verarbeitung und den Handel von Diamanten.

Vormittags besuchten wir das Museum Plantin Moretus, die älteste erhaltene Buchdruckerei in Antwerpen. Das Museum Plantin-Moretus ist aus der von Christoph Plantin im Jahr 1555 gegründeten Officina Plantina hervorgegangen, der ersten „industriellen“ Druckerei der Geschichte. Das Druckereimuseum befindet sich am malerischen Vrijdagmarkt mitten in der historischen Altstadt. In dem luxuriösen Patrizierhaus wohnten und arbeiteten die Meister des „Gulden Passer“ (Goldener Zirkel). Noch heute können Besucher die vollständig eingerichteten Zimmer mitsamt Gemälden, Skulpturen, Wandteppichen und der Goldledertapete bewundern. Weiters erhalten sie einen Überblick über die Entwicklung der Buchdruckerkunst zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert. Auch die Bibliotheken und der grüne Innenhof sind einen Besuch wert. Nach einer aufwändigen Restaurierung wurde am 29. September 2016 das Museum Plantin-Moretus neu eröffnet. In dem Haus befindet sich die einzige noch funktionsfähige Druckerei aus dem Zeitalter der Renaissance. Auch aus diesem Grunde hat die UNESCO das Haus ins Weltkulturerbe aufgenommen.

Nachmittags stand Antwerper Sight Seeing auf dem Programm: Bahnhofsgebäude Centraal Station, Liebfrauenkathedrale Onze-Lieve-Vrouwekathedraal, Rathaus Stadhuis, Marktplatz Grote Markt, Stadtburg Het Steen am Ufer der Schelde, Hoveniersstraat Zentrum des Diamantengroßhandels, belgische Pralinen, Fritten und und und. Belgien hat in Bezug auf Schokolade eine lange und große Vergangenheit. Jean Neuhaus Jr. präsentierte der breiten Öffentlichkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts als erster ein gefülltes Schokoladebonbon, also eine Praline. Und seine Frau war es, die die berühmten "Ballotin" Pralinenschachtel erfand. Demgemäß war Belgien bereits vor einhundert Jahren ein Pionier des Schokoladendesigns und ist es bis heute geblieben. Die Belgier haben aber auch, wer hätte das gedacht, die Pommes Frites erfunden. Dort heißen sie allerdings „Fritten“. Echte belgische Fritten werden zweimal frittiert und werden nicht nur mit Salz, Mayonnaise und Ketchup serviert, sondern man hat hier viele Soßen zur Auswahl.

Auf unserer Heimreise am Freitag besichtigten wir das Unternehmen SIG Combibloc Systems, Systemhersteller von Kartonverpackungen und Füllmaschinen für Getränke und Lebensmittel in Linnich. Die SIG Combibloc GmbH mit Sitz in Linnich ist die deutsche Tochtergesellschaft der Schweizer SIG Combibloc Group AG (vormals SIG Holding AG). Diese zählt zu den weltweit größten Herstellern von Getränkekartons und den dazugehörigen Füllmaschinen. Nach dem Hersteller Tetra Pak steht die SIG Combibloc Group dabei an zweiter Stelle. Nach Werksvorstellung, Mittagessen, Werksbesichtigung der Kartonagenproduktion sowie der Abfüllmaschinen machten wir uns, ausgestattet mit SIG-Geschenketaschen, wieder auf den Weg zurück nach Neustadt.

Studienfahrt der 13. Klasse nach Amsterdam - Ein Bericht von Natascha Koch

Die diesjährige Studienfahrt des 13er Jahrgangs des Technischen Gymnasiums Neustadt ging nach Amsterdam. Dienstagsmorgens ging es auch schon um 8:00 Uhr in Neustadt los - 6 Stunden Fahrt mit einem Doppeldecker-Bus. Für diese Woche waren wir in einem A&O Hostel in Amsterdam untergebracht. Das Frühstück sowie das Abendessen waren sehr lecker. Die überwiegend 4-Personen Zimmer, mit eigenem Bad, völlig ausreichend. Das Hostel lag zwar etwas außerhalb der Stadt und deshalb war der Fußweg ins Zentrum ziemlich lang, aber dafür hatten wir eine U-Bahn/Zugstation direkt vor unserem Hostel, sodass wir die Stadt schnell erreichen konnten. Den Rest des Ankunftstages hatten wir für uns. Viele waren in den Zimmern zum Ausruhen und manche erkundeten schon die schöne Stadt Amsterdam.

Ab Mittwoch ging dann das volle Programm los. Wir besuchten in Amsterdam die Heineken Experience, die 1864 gegründet wurde und heute zu den größten Bierproduzenten der Welt gehört. Natürlich gab es danach ein kleines Bier, nur zum Verkosten ;).  Dieses Museum ist eine Kombination aus Historie und moderner digitaler Show. Die historischen Elemente der Brauerei, die die Geschichte erzählten, waren aufgepeppt mit Videoanimationen, Hologrammen und Mitmachelementen. Man war sogar selbst das Bier im Braukessel, die Flasche auf dem Abfüllband und auf einer Party irgendwo auf der Welt. Zum Schluss gab es einen Contest um den besten Bierzapfer zu ermitteln. Okay - einer unserer Lehrer hat gewonnen, aber die Folgeplätze wurden alle von uns belegt.

Danach besuchten wir das NEMO Science Center, eine Art „Abenteuerspielplatz“  für Groß und Klein, wo man vieles mitmachen, anfassen und ausprobieren konnte. Es veranschaulichte uns die Welt der Physik, Biologie, Chemie und Technik mit vielen Vorführungen und Experimenten. Das Gebäude war wie ein riesiges Schiff, das im Hafen von Amsterdam liegt und vom Dach des Schiffs konnte man die gesamte Stadt überblicken und so manche Sehenswürdigkeiten entdecken.

Am Donnerstag kamen zwei Programmpunkte an einem Tag, es ging nach Rotterdam. Am Morgen war eine Hafenrundfahrt in Rotterdam geplant, die aber wegen des schlechten Wetters verschoben werden musste. Also fuhren wir zuerst in das Museum Futureland in der Maasvlakte 2 (neuer Hafen). Das Museum zeigt die Entwicklung vom alten Hafen zum neuen Hafen in vielen Schritten. Mithilfe von VR Brillen konnte man bereits heute über das Hafengelände im Jahr 2066 fliegen. Im Kino lief ein Dokumentarfilm über die Aufschüttung des Hafengeländes – das Museum liegt eigentlich 16,4 m unter dem Meeresspiegel. Am Nachmittag konnte dann doch noch die Hafenrundfahrt im größten Hafen Europas stattfinden, die uns viele Informationen auf den Weg mitgegeben hat. Allerdings waren die Wolkenkratzer noch immer in dichten Nebel gehüllt.

Am Freitag stand eine Stadtführung zu Fuß an. Na gut, es war kalt und regnerisch – aber sehr interessant. Die Stadtführer haben uns vieles über die Stadt Amsterdam erzählt. Viele der Häuser sind sehr schmal – denn früher gab es eine Fenstersteuer. Alles ist sehr eng aneinandergebaut und die Häuser sind etwas nach vorne etwas „gekippt“ errichtet, sodass hier bei Regenwetter kein Wasser in das Hausinnere gelangen kann. Über Flaschenzüge werden, damals wie heute, Waren und Möbel über die Fenster ins Innere des Hauses transportiert. Wir gingen auch zum kleinsten Haus der Stadt und von der Terrasse der höchsten Bar von Amsterdam hatten wir einen grandiosen Ausblick über die ganze Stadt. Da wir alle glaubhaft versichern konnten volljährig zu sein, durfte die Route unsere Führung auch durch die „adults only“ Bezirke von Amsterdam gehen und dabei haben wir natürlich auch einmal einen Blick in die „Fenster“ riskiert.

Was man zu dieser Studienfahrt definitiv erwähnen muss ist, dass die Lehrer alle super drauf waren und uns ziemlich viel Zeit gegeben haben, damit wir die Stadt in Gruppen genauer erkunden konnten. Ein Lob auch an unseren Busfahrer, der oft das Problem der 3,90 m hohen Brücken mit einem 4 m hohen Bus lösen musste. Das Navi hatte manchmal keine Ahnung, wie hoch die Brücken und breit die Straßen waren, die es vorschlug. 

Freisprechungsfeier der vorzeitigen Auslerner im Ausbildungsberuf der Packmitteltechnologen

Yll Gashi, Filip Katzenbach, Uli Schorn und Nils Zietzschmann stellten mit Beginn des 3.Ausbildungsjahres den Antrag die Lehrzeit um ein halbes Jahr zu verkürzen. Die Auszubildenden legten ihre Gesellenprüfung sowohl in der Theorie als auch in der Praxis mit guten und sehr guten Leistungen ab.

Am 4. Februar 2019 fand ihre Freisprechungsfeier an der BBS Neustadt statt. Alle vorzeitigen Auslerner haben einen Arbeitsvertrag und werden weitere Qualifizierungen z.B. Meisterausbildung oder Studium in Angriff nehmen. 

Wir gratulieren den vorzeitigen PMT – Auslernern ganz herzlich und wünschen alles Gute für die Zukunft!

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit

Am Montag, 4. Februar 2019 wurde in den Räumlichkeiten der BBS Neustadt die Ausstellung "Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen" des Regionalbüros Rheinland-Pfalz und Saarland der Friedrich-Ebert-Stiftung eröffnet. Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Gedenkstätte für NS-Opfer Neustadt gezeigt.

In Anwesenheit zahlreicher Schulklassen und Gäste sprach Manfred Bug, Schulleiter der BBS Neustadt die Begrüßungsworte und brachte die Wichtigkeit einer solchen Ausstellung für die Bekämpfung rechtsextremen Gedankenguts und für die Stärkung der Demokratie zum Ausdruck.

Dieter Burgard, Beauftragter der Landesregierung für Jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, wies darauf hin, dass Rechtsextremismus "schon lange nicht einfach nur in Springerstiefeln daher käme, sondern oft Anzug und Krawatte trage", also in allen Gesellschaftsschichten anzutreffen sei. Diesem rechtsextremen Weltbild müsse man sich entgegenstellen und es als Bedrohung für die Demokratie begreifen.

Eberhard Dittus, Vorsitzender der Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt an der Weinstraße, gab den Besuchern der Ausstellung zu bedenken, dass Demokratie keineswegs selbstverständlich, sondern vielmehr als wertvolles Gut zu verstehen sei, für dessen Erhalt sich jeder Einzelne einsetzen müsse. Daher gibt die Ausstellung folgende Denkanstöße: Was ist Demokratie? Welches Weltbild steckt hinter der rechtsextremen Ideologie? Was ist die Taktik rechtsextremer Parteien? Wie machen sich Rechtsextreme Musik und Internet zu Nutzen? Wie kann man Stammtischparolen entkräften?

Minella Hoffmann, die ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt an der Weinstraße absolviert, erläuterte den Anwesenden den Aufbau der Ausstellung und wies auf das pädagogische Begleitmaterial hin.

Den gelungenen musikalischen Rahmen für die Ausstellungseröffnung gaben "Blech Ruprecht", das Bläserensemble der Schülerinnen und Schüler des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums Neustadt unter der Leitung ihres Lehrers Herr Sternberger.

Die Ausstellung "Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen" kann nach der Anmeldung im Sekretariat kostenlos besichtigt werden. Auf Wunsch werden Workshops für Schulklassen angeboten. Nähere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 0157/81604410 oder per E-Mail unter info@gedenkstaette-neustadt.de

PMT 16 besucht die Ausstellung Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen

Am Dienstag, 29. Januar 2019 besuchte die Berufsschulklasse der Packmitteltechnologen PMT 16 mit ihrer Klassenlehrerin Sabine Becker in der Neustadter Stadtbücherei die Ausstellung "Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen" des Regionalbüros Rheinland-Pfalz und Saarland der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Die Ausstellung zeigt die Gefahren auf, die vom Rechtsextremismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenwürde ausgehen. Sie veranschaulicht die Grundlagen für rechtsextremes Verhalten und Einstellungen und zeigt, welche Formen rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen annehmen können. Rechtsextremistische Einstellungen und Verhalten werden einem als vielschichtiges Problem der Gesellschaft vor Augen geführt und spiegeln sich nicht ausschließlich in einer gewaltbereiten Randgruppe wieder.

Neben der Darstellung von rechtsextremen Lebens- und Vorstellungswelten stehen die Grundlagen unserer Demokratie im Vordergrund. Auf verschiedenen Tafeln wird deutlich gemacht, wie man Demokratie erleben und leben kann. Nicht zuletzt möchte die Ausstellung zu Zivilcourage gegen eine Normalisierung rechter Einstellungen und Übergriffe ermuntern. Denn unsere Gesellschaft braucht möglichst viele Menschen, die sich demokratisch engagieren, für Toleranz und Zivilcourage eintreten und die den Rechtsextremen zeigen: „Nicht mit mir!“

Die Ausstellung ist noch bis zum 02. Februar 2019 in der Stadtbücherei Klemmhof zu sehen. Danach wird die Ausstellung an die Berufsbildende Schule Neustadt verliehen, die am Montag, 04. Februar 2019 um 11.30Uhr im Foyer der Berufsbildenden Schule eröffnet wird.

Die Ausstellung kann nach Anmeldung im Sekretariat der Berufsbildenden Schule Neustadt bis zum 22. Februar kostenfrei besucht werden!

Reges Interesse an den Bildungsgängen der BBS NW

An unserem Informationstag am Samstag, 26. Januar 2019 besuchten zahlreiche interessierte Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern die BBS Neustadt und informierten sich über die Chancen, die ihnen offen stehen. Unsere Schüler und Schülerinnen sowie die Lehrkräfte standen den Besuchern für persönliche Gespräche und Beratung zur Verfügung. 

Während des Informationstages präsentierten sich die verschiedenen Schulformen mit einer Auswahl an Unterrichtsaktivitäten und weiteren Projekten und gaben den Besuchern einen Einblick in die Möglichkeiten, die diese Schulformen ihnen bieten. Darüber hinaus standen den Besuchern auch die Werkstätten der BBS Neustadt offen, um sich einen genaueren Eindruck von den fachpraktischen Schwerpunkten unserer Schule zu verschaffen.

Am Freitag, 15. Februar 2019 zwischen 16:00 und 19:00 Uhr findet der nächste Informationsabend an der BBS Neustadt statt. Wir freuen uns auf Sie!

Begegnung mit einem echten Ureuropäer

 

Am Donnerstag, den 24. Januar 2019 kam es an der BBS Neustadt zu einem ganz besonderen Ereignis. Im Rahmen des Projektes "Europäische Geschichte am Oberrhein", welches aus der grenzübergreifenden Schulpartnerschaft zwischen der BBS Neustadt und dem französischen Lycée Hurlevent Forbach in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Landesinstitut RLP hervorgeht, hatten SchülerInnen und Lehrkräfte beider Institutionen sowie weitere Projektverantwortliche die Chance einen überzeugten Europäer der ersten Stunde hautnah zu erleben. Zu Gast war Herr Dr. Matthias W.M. Heister, Jahrgang 1925, einer der vermeintlich letzten Zeitzeugen des Studentensturms auf die deutsch-französische Grenze zwischen Wissembourg und St. Germanshof am 6. August 1950.

Heister, der damalige Vorsitzende des Internationalen Studentenbundes in Köln, war einer von 300 europäischen Studenten, welche im August 1950 in einer Protestaktion symbolisch die Zollschranken der dort angesiedelten Grenzstation zerstörten und überzeugt für ein föderales Europa ohne Binnengrenzen demonstrierten.

In einer Zeit, in der die Errungenschaften der EU und der europäische Gedanke vermehrt in der Diskussion stehen, ist es essenziell, gerade junge Menschen mit dem Thema vertraut zu machen. So soll die gemeinsame europäische Geschichte und das entstandenen positive euröpäische Bewusstsein nicht in Vergessenheit geraten und die heranwachsende Generation die Gelegenheit erhalten aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen sowie die Zukunft Europas qualifiziert mitzugestalten.

In einem packenden Vortrag mit anschließendem offenen Diskurs teilt Dr. Matthias W.M. Heister seine Erfahrungen und europäischen Ideale auf eindrucksvolle Weise mit den interessierten VeranstaltungsteilnehmerInnen und stellte zusätzliches Informationsmaterial zur Lektüre zur Verfügung. Auch mit mittlerweile 93 Jahren mangelt es Heister nicht an positiver Energie und Überzeugungskraft. Aktuell ist Heister, Autor des Buches "Der Studentensturm auf die Grenze 1950", im Begriff an dem europageschichtlich bedeutsamen Ort St. Germanshof einen Erlebnis- und Gedächtnisraum zu schaffen. Mit der Umfunktionierung des noch vorhandenen deutschen Zollhauses will er und seine Mitstreiter eine europäische Begegnungsstätte schaffen, an der die damaligen Ereignisse für die Nachwelt festgehalten werden und darüber hinaus zukunftsweisende Elemente zeitnah ausgestellt werden können.

Im Zuge ihres Projektes wollen sich auch unsere deutschen und französischen SchülerInnen an diesem Vorhaben beteiligen. St. Germanshof ist ein wichtiger Wegepunkt der geplanten Radtour entlang an europäisch-demokratiegeschichtlichen Sehens- und Denkenswürdigkeiten, an dem die Möglichkeit eines App-gesteuerten Zugriffs auf von der deutsch-französischen Schülergruppe erarbeitetes Informationsmaterial bestehen soll. Weiterhin ist das Aufstellen einer fachpraktischen Arbeit geplant, welche bei der abschließenden Projektfahrt Anfang Juni 2019 als Denkmal eingeweiht werden soll.

Alle Projektbeteiligten bedanken sich recht herzlich bei Herrn Dr. Matthias W.M. Heister für sein Engagement und freuen sich Teil dieser tollen proeuropäischen Motivations- und Integrationsinitiative zu werden.

Ideenwerkstatt Internet of Things - IOT Hackathon

9 Teams à 3 bis 5 SchülerInnen planten und realisierten ihre kreativen Projektideen im Rahmen des IOT-Hackathon, der am Freitag, 18. Januar 2019 in der Aula der BBS Neustadt stattfand. Ausgestattet mit einen IoT-Baukasten bestehend aus dem IoT-Octopus samt den erforderlichen Sensoren und Aktoren sowie der einfachen grafischen Programmierumgebung ArduBlock realisierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen. Bereits erfahrenere Schülerinnen und Schüler konnten auch mit der Arduino-IDE programmieren.

Beim Hackathon geht es um die schnelle Entwicklung von Prototypen. Die Idee wird umgesetzt und ausprobiert. Es wird nicht nur programmiert, sondern geplant, konstruiert, geklebt und gebaut. Die beteiligten Schülerteams aus der 11., 12. und 13. Klasse des Technischen Gymnasiums, aus der Berufsfachschule 2 Technik und der Berufsfachschule 2 Wirtschaft und Verwaltung/Internet und Medien sowie aus der Berufsschulklasse EEG 16 und 18 präsentierten ihr Projektergebnis im Rahmen einer Abschlusspräsentation mit anschließender Prämierung des Siegerteams.

Leistungskurs Geschichte in der NS-Gedenkstätte - ein Bericht von Hassan El Khatib & Berkant Zeybek

Der Treffpunkt war am frühen Morgen des 17.12.2018 direkt an der Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt an der Weinstraße. Passend zum Unterricht des Leistungskurses Geschichte bei Herrn Anniser führten uns zwei Mitarbeiter durch das noch existierende Gebäude. Eine ehemalige Kaserne sowie verschiedene Quellen wie z.B. Bücher, Bilder, Fahnen usw. aus der NS-Zeit verdeutlichten die menschenverachtenden Methoden der Nationalsozialisten. Anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler noch Zeit, um selbstständig einen Rundgang durch das Gelände zu machen und die Stätte auf sich wirken zu lassen. Abschließend haben wir in Kleingruppen über ehemalige Häftlinge recherchiert und herausgefunden, was man ihnen vorgeworfen hat und wie mit ihnen umgegangen wurde.

Die Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt wurde von einem Förderverein auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne in der pfälzischen Stadt Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) eingerichtet. Die Gedenkstätte erinnert seit 2013 an die frühen Opfer der Nationalsozialisten unmittelbar nach der sogenannten Machtergreifung im Jahr 1933. In ihrer Einrichtung ist die Gedenkstätte das einzige Mahnmal dieser Art in der Pfalz.

Der Ausflug in die Gedenkstätte in Neustadt an der Weinstraße wird jeder Schülerin und jedem Schüler in Erinnerung bleiben. Zwar hat man im Geschichtsunterricht schon von der Grausamkeit vergangener Ereignisse erfahren, aber tatsächlich den historischen Ort zu begehen hat uns das Geschehen um Einiges greifbarer und realistischer gemacht. Geschichte betrifft nicht nur Vergangenes und sollte häufiger in das kollektive Gedächtnis gerufen werden. Einen großen Dank gebührt den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Gedenkstätte, die uns den Besuch ermöglicht haben.

Kontakt

Adresse

Berufsbildende Schule
Robert-Stolz-Straße 30 + 36
D-67433 Neustadt an der Weinstraße

Telefon: 06321/4900-0

Telefax: 06321/4900-999

sekretariat@bbs-nw.de

 

Öffnungszeiten Sekretariat:

Mo - Di, 07:30 - 12:00 Uhr; 13:00- 16:00 Uhr

Mi 07:30 - 12:00 Uhr

Do, 07:30 - 12:00 Uhr; 13:00- 17:00 Uhr

Fr, 07:30 - 13:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelles

Europaschule BBS Neustadt

Die BBS Neustadt ist jetzt Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz. Wir freuen uns über die Anerkennung unseres Engagements für den europäischen Gedanken.