EUROPAschule

Auftakt zum Erasmus+ KA2 Projekt mit unseren polnischen Partnern

In den nächsten beiden Jahren realisiert die BBS Neustadt mithilfe von Erasmus+ das deutsch-polnische Projekt "Let’s tackle it – mit Wissenschaft und Technik gestalten wir die Welt von morgen" mit zwei Partnerschulen aus Oppeln in Polen. Im Rahmen des Projektes sollen Schüler aller drei Schulen gemeinsam Ideen entwickeln und anschließend technisch umsetzen. Es soll fächerübergreifend mit den Bereichen Elektrotechnik, Robotik, Programmierung, Informatik und vielen weiteren zusammengearbeitet werden. Jede Schule hat ihre Stärken und kann diese in die gemeinsame Arbeit einbringen. Durch die Zusammenarbeit entsteht zudem ein deutsch-polnischer Austausch, wodurch die SchülerInnen sich gegenseitig kennenlernen, an gemeinsamen Zielen arbeiten und ein gegenseitiges Verständnis entwickeln.

Der fünftägige Besuch der Neustadter Lehrergruppe in Oppeln zur Vorbereitung des Projektes ist gerade zu Ende gegangen. Drei Lehrkräfte der BBS – Sergej Buragin, Swen Habenberger und Lisa Schallert waren zunächst in Oppeln und haben die Projektpartnerschulen besucht und Kontakte geknüpft. Es wurde gemeinsam ein Projektplan ausgearbeitet und erste Ideen gesammelt. Zudem bildeten sich die Lehrer in verschiedenen Themenbereichen fort und lernten die Schulen sowie die Lehrer und Schüler aus Polen kennen.

Sehr beeindruckend waren die Besuche in den jeweiligen Klassen und die Beobachtung der Arbeit der Schüler vor Ort. So programmieren und konstruieren schon die Kleinen ihre eigenen Roboter, messen sich in Wettbewerben nach Schnelligkeit und Geschicklichkeit. Auch konnte die Delegation Schüler kennenlernen, die eigene Drohnen gebaut haben und diese weiterentwickeln. Der Höhepunkt bildete jedoch die weiterführende Schule, in der die Schüler der elften Klassen 3D-Drucker konstruieren.

In einem nächsten Schritt kommen die beiden polnischen Schulen zu uns nach Neustadt, in dessen Rahmen ein einwöchiger Schüleraustausch mit gemeinsamer Begegnung und Projektarbeit mit den polnischen und deutschen Schülern stattfindet.

Das Projekt ist offen für interessierte SchülerInnen der BBS Neustadt. Wer gerne teilnehmen möchte, kann sich gerne mit einem der oben genannten Projektlehrer in Verbindung setzen.

(November 2018)

Projekt „BiblioboXX“ erhält Europapreis des Landes Rheinland-Pfalz

Der Europapreis 2018 ist vergeben und die BBS Neustadt zählt zu den stolzen Preisträgern. Thema des Europapreises 2018 lautete «Deutsch-Französisches Tandem – Motor der europäischen Einigung». Vor diesem Hintergrund prämierte eine Jury des Landes Rheinland-Pfalz am 16. Oktober eine Selektion erfolgreich durchgeführter Europaprojekte und –aktivitäten. Darunter auch das Projekt „BiblioboXX“, welches aus der grenzübergreifenden Kooperation zwischen dem Lycée Hurlevent Forbach und der BBS Neustadt hervorgeht.

Das Projekt bestand darin, alte Telefonzellen in öffentliche Tausch-Bibliotheken umzuwandeln. Es handelte sich dabei um ein konkretes Projekt mit greifbarem Resultat, bei dem die deutsch-französischen SchülerInnen den gesamten Prozess von der Konzeption über die Verwirklichung bis hin zum Einsatz der BiblioboXX durchliefen. Bei der Konzeption und dem anschließenden Umbau der Kabinen arbeiteten Auszubildende verschiedener Berufsbranchen bereichsübergreifend zusammen und erwarben dabei nachhaltige berufsbezogene, transversale, kreative, ökonomische und ökologische sowie sprachliche und interkulturelle Kompetenzen, welche sie auf die Integration im großregionalen Arbeitsmarkt vorbereiten.

Die projektverantwortlichen Lehrkräfte der BBS Neustadt Peter Dietz, Reinhard Weber und Rainer Diehl zusammen mit Annett Steiner von der Abteilungsleitung sowie deren französische KollegInnen Pascale Gallo, Jean-Mi Egloff und deren Schulleitung Michel Kratz und Bernard Fister freuen sich mit den Lernenden über die Prämierung und sehen sich in ihrer gemeinsamen Arbeit bestätigt.

Mit dem aktuellen Projekt zur europäischen Geschichtsentwicklung am Oberrhein geht die bewährte Partnerschaft zwischen dem Lycée Hurlevent Forbach und der BBS Neustadt nun schon in die zweite Runde. Auf Basis der bisherigen Zusammenarbeit sind die Verantwortlichen sehr zuversichtlich, dass auch dieses Vorhaben tolle Ergebnisse hervorbringt.

Mit uns auf Rad(touren) kommen - Europäische Geschichte am Oberrhein

Die grenzübergreifende Schulpartnerschaft zwischen der BBS Neustadt und dem französischen Lycée Hurlevent Forbach geht erfolgreich in die zweite Runde. Nachdem das erste gemeinsame Projekt „Bücherboxx“ bereits als voller Erfolg bezeichnet werden kann, widmen sich die Partnerschulen in ihrem neuen Projekt konkret der europäischen Geschichtsentwicklung am Oberrhein. In Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Landesinstitut RLP enstand die Idee der Konzeption einer grenzübergreifenden Radtour, welche die demokratiegeschichtliche Entwicklung in der europäischen Grenzregion erfahrbar macht. Im Zuge der Auswahl relevanter Sehens-/Denkenswürdigkeiten setzen sich die beteiligten SchülerInnen kritisch und analytisch mit geschichtlichen Fakten und Zusammenhängen im Hinblick auf die heute als selbstverständlich wahrgenommenen europäischen Errungenschaften auseinander. Ziel ist die inhaltliche Erarbeitung verschiedener Wegepunkte, an denen die Möglichkeit eines App-gesteuerten Zugriffs auf Informationsmaterial besteht. Weiterhin schaffen die SchülerInnen durch die Erstellung einer fachpraktischen Arbeit, die eine Verbindung zwischen ihnen und dem Wegepunkt herstellt, einen Gedenkplatz. Im europäischen Jahr des Kulturerbes 2018 soll so das Bewusstsein für europäische Geschichte geschärft und die Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Identität gestärkt werden. Ziel ist die Erstellung eines offenen Routennetzwerks, welches perspektivisch auch durch Beiträge anderer Schülergruppen weiterentwickelt werden kann.

Die ersten Schritte zur praktischen Umsetzung des Projekts wurden bereits getätigt. Vom 24.-28.09.2018 empfing die BBS Neustadt alle beteiligten Projektpartner zur gemeinsamen Arbeitswoche. Voller Tatendrang machten sich die SchülerInnen gleich ans Werk und widmeten sich unter anderem der digitalen Entwicklung eines Tourenlogos, der fachpraktischen Konzeption der Gedenkplätze sowie der gezielten Informationsrecherche zu relevanten Wegepunkten. Im Sinne eines aktiven Erlebens europäischer Demokratieentwicklung und zur Förderung der Teamidentität machte sich die deutsch-französische Schülergruppe direkt am zweiten Tag „Hinauf, hinauf zum Hambacher Schloss“. Mithilfe einer dort organisierten Rallye zur Selbsterschließung der Ereignisse rund um das Jahr 1832 mit dem Hauptaugenmerk auf dem Hambacher Fest und deren Bedeutung im Hinblick auf die deutsche Demokratieentwicklung sowie die europäische Einigungsbewegung, sollte gemeinsame Geschichte konkret erfahrbar gemacht werden. Ein weiteres Highlight stellte der deutsch-französische Abend dar, an dem die in der Arbeitswoche gemachten Erlebnisse gemeinsam reflektiert werden konnten.  Beim abschließenden gemeinsamen Werkstattfrühstück am Freitag zogen die Projektverantwortlichen Lehrkräfte Peter Dietz, Reinhard Weber und Dennis Bug sowie deren französische KollegInnen Pascale Gallo, Jean-Mi Egloff sowie deren Schulleitung Michel Kratz und Bernard Fister ein positives Resümee und alle Beteiligten verabschiedeten sich  mit Vorfreude auf ein baldiges Wiedersehen.

Netzwerktreffen der Europaschulen des Landes Rheinland-Pfalz 2018

Nenn es einen Clan,
nenn es ein Netzwerk,
nenn es Stamm, Sippe oder Familie.
Wie immer Du es auch nennst,
wer immer du auch bist,
du brauchst so etwas.

Jane Howard, Schriftstellerin

Am 13. und 14. September 2018 fand die Jahresfachtagung des rheinland-pfälzischen Europaschulnetzwerks statt. Die von den zertifizierten Schulen entsandten Europaschuldelegationen fanden sich hierzu im Hohen Westerwald in Bad Marienberg ein. Hier wurde 1951 das erste Europahaus seiner Art gegründet, eine europäische Bildungs- und Begegnungsstätte, die sich die Förderung des Engagements für ein vereintes Europa auf die Fahnen schreibt.

Die jährliche Veranstaltung dient in erster Linie als Plattform für den Austausch schulischer und außerschulischer Erfahrungen im Zuge der voranschreitenden Implementierung und Weiterentwicklung des Europaschulkonzepts der einzelnen Netzwerkmitglieder. Heute sind es bereits 55 Schulen, die Europa aktiv und engagiert auf ihre Agenda gehoben haben und den europäische Geist im Schulalltag inkorporieren und umsetzen.

Mit dem vierten Netzwerktreffen der Europaschulen wird die Tradition der Begegnung untereinander fortgeführt und das damit verbundene gemeinsame Arbeiten schulübergreifend unterstützt und vorangetrieben. Netzwerken, Erfahrungen teilen, mit- und voneinander lernen, Kontakt zu den staatlichen Trägern des Netzwerks, fachlicher Input und die Chance, das Netzwerk aktiv mitzugestalten und mit Leben zu füllen, das sind die Schlagworte, die über dem Netzwerktreffen schwebten.

Das diesjährige vierte Netzwerktreffen der Europa-Schulen führte die Tradition der Begegnung untereinander fort und förderte den Netzwerkgedanken und das gemeinsame Arbeiten in schulübergreifenden Begegnungen. Durch den gemeinsamen Austausch entstehen neue Ideen, Schulen können mit- und voneinander lernen und die Erfahrung der anderen im Netzwerk nutzen um die Qualität der eigenen Arbeit weiter zu verbessern.

Das Netzwerktreffen in Bad Marienberg bot nicht nur einen geeigneten Rahmen um Erfahrungen untereinander zu teilen, sondern auch die Gelegenheit mit den staatlichen Trägern des Europaschulnetzwerks in Kontakt zu treten. Heiko Stahl vom Bildungsministerium Rheinland-Pfalz und Bénédicte Charbonnier von der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz informierten über Neuigkeiten, gaben Updates und skizzierten Entwicklungen im Bereich der Europaschulen.

Fachlichen Input erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Felicia Pfeiffers Einblick in die Arbeit des Bundesnetzwerks Europa-Schulen e.V. und durch Sabine Lioys Überblick über die Erasmus+ Leitaktionen 1 und 2, die Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern Begegnungen im europäischen Ausland ermöglichen.

Ein weiterer zentraler Programmpunkt stellte das Barcamp dar, bei dem Schulen sich und ihre Europaarbeit vorstellten. Bei dieser Methode entwickelten die Teilnehmer die Programmpunkte selbst, die dann in Sessions à 20-30 Minuten gestaltet wurden. Inhaltlich stellten die Teilnehmer ein Best-Practice Beispiel aus ihrer Arbeit vor, erörterten eine bestimmte Thematik oder entwickelten eine neue Idee weiter. In diesem Rahmen gaben Dennis Bug und Dorith Hames von der BBS Neustadt gemeinsam mit Kamady  Fofana von der BBS Speyer Einblick in die europäischen Projekte in unterschiedlichen Fachbereichen der beiden berufsbildenden Schulen und standen dem interessierten Publikum für Nachfragen und detaillierte Auskünfte zur Verfügung. Das mitgebrachte Anschaungsmaterial stieß auf reges Interesse und mündete in sehr positives Feedback zu den vorgestellten Aktivitäten. Aus dieser anerkennenden Erfahrung leiten wir die Erkenntnis ab, dass wir uns als berufsbildende Schulen mit unserem europäischen Engagement keinesfalls zu verstecken brauchen.

I've learned that people will forget what you said, people will forget what you did, but people will never forget how you made them feel.
Maya Angelou, Schriftstellerin

Der bei diesem Europanetzwerktreffen gewonnene Eindruck hat gezeigt, dass sich die BBS Neustadt mit ihren vielfältigen Projekten auf einem guten Weg nach Europa gemacht hat, den wir mit unseren Schülerinnen und Schülern gemeinsam weitergehen und ausbauen sollten.

BBS Neustadt als Europaschule des Landes zertifiziert

„Ein Europa ohne die Jugend hat keine Zukunft. Deshalb muss der europäische Gedanke schon in der Schule gelebt werden!“, betonte  Europa-Staatssekretärin Heike Raab bei der Ernennung der 16 neuen Europaschulen in Mainz. „Viele junge Menschen halten die Vorteile der Europäischen Einigung wie Reisen ohne Grenzen und eine gemeinsame Währung für selbstverständlich. Dabei zeigen der Brexit und das Erstarken nationalistischer Kräfte, dass wir uns für Europa immer wieder stark machen müssen“, so die Staatssekretärin weiter.

Gemeinsam mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig überreichte Heike Raab am Montag, 23. April 2018 die Zertifikate im Rabanus-Maurus-Gymnasium in Mainz. Bildungsministerin Stefanie Hubig unterstrich: „Rheinland-Pfalz macht sich stark für Europa. Das beginnt in den Schulen, wo der europäische Gedanke gelebt wird.“

Für die Vergabe des Zertifikats „Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz“ wurden landesspezifische Kriterien entwickelt und die Schulen können sich seit 2015 für das Zertifikat bewerben. Grundlage einer erfolgreichen Bewerbung bildet die Umsetzung folgender vier Schwerpunkte:

  • Europäisches und interkulturelles Profil
  • Internationale Begegnungen und Europa-Projekte
  • Fremdsprachen (erweitertes Fremdsprachenangebot, bilinguale Angebote)
  • Zusätzliche Qualifikationen (z.B. Fortbildungen, Teilnahme an europäischen Wettbewerben)


Eine Jury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Bildungsministeriums, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, des Pädagogischen Landesinstituts, der Landeszentrale für politische Bildung sowie der Europa-Union und der Staatskanzlei begutachtet die Bewerbungen und achtet darauf, dass das Europakonzept schulübergreifend von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern mittragen wird.

Die BBS Neustadt freut sich über diese Auszeichnung als Anerkennung für das europäische Engagement.

In varietate concordia – BBS Neustadt wird Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz

„Die Stärkung eines europäischen Bewusstseins bei Kindern und Jugendlichen ist heute wichtiger denn je. Ein Europa ohne die Jugend hat keine Zukunft. Deshalb muss der europäische Gedanke schon in der Schule gelebt werden!" Das hat Europa-Staatssekretärin Heike Raab bei der Verleihung des Prädikats Europaschule des Landes am 23.04.2018 im Rabanus-Maurus-Gymnasium in Mainz betont und gemeinsam mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig 16 neue Schulen zertifiziert, um diese in den aktuell aus 55 Schulen bestehenden Kreis des rheinland-pfälzischen Europaschulnetzwerks zu berufen.

Auch die BBS Neustadt trägt fortan diesen Titel und verpflichtet sich somit im besonderem Maße zur Förderung des europäischen Gedankens. Als zentrale Aufgabe gilt es, die Lernenden auf ein Leben im gemeinsamen Haus Europa vorzubereiten und durch Wissensvermittlung, Begegnung und den offenen Dialog mit Menschen unterschiedlicher Länder und Kulturen für das Leben in einer pluralistischen Gesellschaft zu wappnen.

Der europäische Leitsatz „In Vielfalt geeint“, nimmt an der BBS Neustadt längst einen besonderen Stellenwert ein und erfreut sich in den letzten Jahren an einer zunehmenden Verankerung im Bewusstsein aller am Schulleben beteiligter Personen, welche somit einen herausragenden Beitrag zur weltoffenen Erziehung und der damit verbundenen Förderung interkultureller Kompetenz der jungen Menschen, sowie zum weiteren Zusammenwachsen Europas leisten. Die Pflege des europaorientierten Selbstverständnisses der BBS Neustadt, der strategische Ausbau inner- und außerunterrichtlicher Aktivitäten und Projekte sowie eine europaweite Netzwerkbildung sind wesentliche Ziele der BBS Neustadt im Hinblick auf die Zukunft.

Durch allseitiges Engagement und Bestreben von Schulleitung, Lehrkräften, außerschulischen Partnern und nicht zuletzt Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern gilt es nun das Konzept zu tragen, zu erweitern und das europäische Schulprofil der BBS Neustadt sukzessive zu schärfen. Europa ist und bleibt eine Chance, gerade auch für Schülerinnen und Schüler und ihre persönliche und berufliche Zukunft. Gemeinsam obliegt uns die Verantwortung, dass die Europäische Idee mit unseren jungen Menschen weiter wächst und zunehmend an Stärke gewinnt.