Am 1. September 2026 führte das Kollegium seinen diesjährigen Studientag unter dem Thema „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Speyer“ durch. Ziel war es, die jüdische Geschichte der Domstadt kennenzulernen und ihre Bedeutung für die Gegenwart zu reflektieren.

Der Tag begann mit einer Führung durch die neue Synagoge Beith-Schalom, bei der die Lehrkräfte Einblicke in das heutige jüdische Gemeindeleben, religiöse Traditionen und die Architektur des Gotteshauses erhielten.

Anschließend begab sich die Gruppe auf einen Rundgang entlang der Speyerer Stolpersteine. Die kleinen Messingtafeln im Straßenpflaster erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden, und machten die Schicksale ehemaliger Speyerer Bürgerinnen und Bürger auf eindrucksvolle Weise sichtbar.

Die Mittagspause verbrachten die Kolleginnen und Kollegen in Kleingruppen in der Speyerer Innenstadt, wo Gelegenheit zum gemeinsamen Essen und zum persönlichen Austausch bestand.

Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden zwischen zwei Programmpunkten wählen: einer Führung durch den Speyerer Dom oder einem Besuch der mittelalterlichen Judenhofanlage mit der alten Synagoge und der Mikwe. Beide Angebote vermittelten eindrucksvoll die enge Verbindung von christlicher und jüdischer Geschichte in Speyer, einer der bedeutendsten SchUM-Städte Europas.

Mit diesen vielfältigen Eindrücken endete ein gelungener Studientag, der historische Bildung, gemeinsames Erleben und den kollegialen Austausch miteinander verband.